In der Astrologie erkenne ich Gottes Schöpfung

Veröffentlicht am 14. Juli 2026 um 22:22

Manchmal höre ich den Einwand, dass die Astrologie den Glauben an Gott ausschließt oder sogar Gotteslästerung sei. In diesem Blogartikel möchte ich meine persönliche Sicht und die Erkenntnisse teilen, zu denen ich auf meinem Weg gekommen bin.

Um es gleich vorwegzunehmen: Durch das Verständnis der Astrologie habe ich begonnen, den Zusammenhang zwischen meinem Glauben an Gott und der Ordnung des Kosmos zu erkennen. Viele Jahre habe ich mich gefragt, welchen Sinn die Planeten, die Sonne und der Tierkreis haben und wie all das mit Gott verbunden sein könnte.

Eine besondere Bestätigung erlebte ich in der Kathedrale von Chartres. Darüber habe ich bereits einen eigenen Blogartikel geschrieben. Dort entdeckte ich den Tierkreis als festen Bestandteil der Kathedrale. Für mich war das eine stille Bestätigung meiner Intuition.

Im Jahr 2020 fand ich zurück zu Gott als mein Leben plötzlich durch die C. Massnahmen eine Vollbremsung hinlegte. Zum ersten Mal wurde es wirklich still. In dieser Stille entstanden viele Fragen: Warum leiden wir? Wie zeigt sich Gott? Wie kommuniziert er mit uns? Gibt es eine Ordnung hinter allem?

Viele Antworten fand ich, als ich begann, Astrologie zu studieren. Ich erlaubte mir, Glauben und Astrologie miteinander zu verbinden, weil ich erkannte, dass mich die Astrologie zu etwas führte, das mir zutiefst wichtig ist: zu mehr Frieden, Verständnis und Mitgefühl.

Für mich sind die Planeten nicht nur Himmelskörper. Sie stehen symbolisch für verschiedene Kräfte und Archetypen, die sich über viele Jahrhunderte durch Beobachtung immer wieder bestätigt haben. Mit jeder Minute verändert sich das Muster des Himmels – und jeder Mensch wird in einen einzigartigen Augenblick hineingeboren.

So verstehe ich das Geburtshoroskop als eine innere Landkarte, als einen seelischen Fingerabdruck. Es beschreibt keine festgelegte Zukunft, sondern unsere Anlagen, Begabungen, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten.

Ich glaube, dass dieses Wissen Menschen helfen kann, sich selbst besser zu verstehen. Nicht als Ersatz für Medizin oder Psychologie, sondern als eine weitere Perspektive auf den Menschen und seine Entwicklung.

Das Übersetzen eines Geburtshoroskops bedeutet für mich, zu erkennen, wer wir wirklich sind. Anhand der Planetenstellungen werden verschiedene Anteile unseres Wesens sichtbar. Jeder Planet repräsentiert bestimmte Kräfte und Themen, die sich in unterschiedlichen Lebensbereichen ausdrücken. Die einzigartige Mischung dieser Energien macht jeden Menschen unverwechselbar.

Ich glaube, dass Gott uns diesen Plan mit auf unseren Lebensweg gegeben hat. Sein Sinn besteht darin, Bewusstsein zu entwickeln, zu lieben und zu dienen. Wir dürfen erkennen, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind und niemals getrennt von der Schöpfung existieren.

Wenn ich Familienhoroskope betrachte, erkenne ich Zusammenhänge, Muster und einen tieferen Sinn. Ich sehe Lebensaufgaben, Potenziale und Herausforderungen. Für mich wirkt es, als hätte jede Seele ihren eigenen Platz in einem großen göttlichen Gefüge.

Gott und Astrologie schließen sich für mich nicht aus – im Gegenteil. Erst zusammen ergeben sie für mich ein stimmiges Bild der Schöpfung.

Was die Bibel heute nicht mehr enthält, ist die Reinkarnation. Sie wurde vor langer Zeit aus der christlichen Lehre entfernt. In der Astrologie finde ich diesen Gedanken wieder. Im sogenannten nördlichen Mondknoten erkenne ich den Hinweis auf unsere Lebensaufgabe. Gleichzeitig zeigt der südliche Mondknoten, welche Erfahrungen und Prägungen unsere Seele bereits mitgebracht hat.

Ich wünsche mir, dass immer mehr Menschen sich erlauben, dieses Wissen kennenzulernen um selbst zu prüfen, ob es ihnen hilft, sich und das Leben besser zu verstehen.

Astrologie ist für mich kein Endpunkt. Sie öffnet Türen zu neuen Räumen. Von dort aus geht der Weg weiter – manchmal mit einem Therapeuten, manchmal durch Selbsterkenntnis, manchmal durch Vergebung oder den Wunsch, anderen Menschen zu dienen.

-Thea Elanari-

S. Doornbos

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